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Hann. Münden

Einwohner:
ca. 24.000

Fachwerkstadt -
auch Hannoversch-Münden oder Münden

Bundesland:
Niedersachsen

Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden

Ein Rundgang durch Hann. Mündens Altstadt

Hannoversch Münden oder Hann. Münden oder nur Münden - nennen Sie es wie Sie möchten. Wir bleiben bei dem nun offiziellen Hann. Münden. Hann. Münden und seine Sehenswürdigkeiten. Neben den vielen wunderbaren Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten zählen das Welfenschloss, die beiden Kirchenbauten St. Blasius und St. Aegidien, das Rathaus und Teile der Stadtmauer dazu.

Unser Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten von Hann. Münden beginnt im Zentrum am Rathaus.

Rathaus

Rathaus in Hann. Münden

Rathaus in Hann. Münden

Ursprünglich in gotischem Stil erbaut, erfuhr das Mündener Rathaus zu Beginn des 17. Jhdts umfangreiche Um- und Erweiterungsbauten. Mit der Nordfassade wurde einer der schönsten Bauten im Stil der sogenannten Nordfassade geschaffen. Aber auch die Südfassade zum Marktplatz hin wurde mit einbezogen.

Besonders auffallend auch die farbenprächtige Ausgestaltung des Eingangsportals. Darüber erklingt täglich um 12.00, 15.00 und um 17.00 Uhr das Glockenspiel zusammen mit einem Figurenumgang zum Spott auf den berühmten Dr. Eisenbart.

Kirchplatz

Kirchplatz Sehenswürdigkeit in Hann. Münden

Kirchplatz mit alten Fachwerhäusern

Südlich der St. Blasiuskirche zeigt der Kirchplatz prächtige Fachwerkbauten mit überkragenden Geschossen. Das Haus Nr. 4 von 1457 soll das älteste Fachwerkhaus Niedersachsens sein.

St. Blasius

St. Blasiuskirche in Hann. Münden

St. Blasiuskirche

Obwohl mit dem Bau der St. Blasius schon zum Ende des 12. Jhdts begonnen wurde, wurde sie endgültig erst 1584 fertiggestellt. Der gedrungene Turm mit welscher Haube stellt eines der Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten Hannoversch Mündens dar.

Innen gehört das Taufbecken, von Nikolaus von Stetten 1392 gegossen, zu den Sehenswürdigkeiten ebenso wie die Darstellungen Erzherzogs Wilhelm II und die seines Sohnes Erich I. von 1554.

Lange Straße 79

Lange Straße in Hann. Münden

Lange Straße - Hier starb Dr. Eisenbart

Zu Zeiten des berühmten Wundarztes Dr. Eisenbart war das Haus in der Langen Straße 79 als Gasthaus „Zum wilden Mann“ bekannt. Und Dr. Eisenbart war oft hier.

Einst erhielt er von Wilhelm I, König von Preußen direkt das Privileg, als Wundarzt praktizieren zu dürfen. Einerseits als Arzt sehr erfolgreich und geschickt – sein Ruhm als Starstecher gegen den grauen Star und als Steinstecher im Kampf gegen Nieren- und Blasensteine machten ihn reich – wurde er auch oft als Kurpfuscher und Scharlatan verschrien. Das lag wohl auch in seinem Auftreten. Oft zog er mit großem Gefolge, Gauklern, Akrobaten und uniformierten Bediensteten von Ort zu Ort, von Jahrmarkt zu Jahrmarkt, um seine Dienste anzupreisen.

Schließlich gründete er aber auch eine pharmazeutische Manufaktur in Magdeburg.

Im November 1727 starb der Wanderarzt hier im Gasthaus. Sein Spottlied mit Figurenspiel ist täglich am Rathaus zu hören. Dort wird auch im Sommer jeden Samstag Sprechstunde von Dr. Eisenbart gehalten. Ein Theaterstück in Versform erzählt von den Behandlungen in der damaligen Barockzeit.

Hagelturm oder Fährenpfortenturm

Hagelturm in Hann. Münden

Hagelturm

Heute bestehen nur noch kleine Teile der ehemals starken Stadtmauer. Besonders auffällig aber die besonders hohen Türme der Stadtmauer, Hagelturm und Kronenturm. Der Hagelturm wurde schon 1383 erstmals erwähnt. Im Hagelturm oder auch Fährenpfortenturm genannt informiert das Museum der Arbeit über die Methoden der Hagelschrotherstellung. Der 1410 erbaute Hagelturm wurde im 19. Jhdt. erhöht und zur Bleischrotherstellung genutzt. Oben wurde eine Aussichtsplattform geschaffen.

Rotunde

Rotunde

Rotunde in Hann. Münden

Als Teil der einst mächtigen Stadtbefestigung und Teil des oberen Tores nach Süden wird die Rotunde als Gedenkstätte für die Gefallenen der Weltkriege und als Treffpunkt für einige der Stadtführungen genutzt.

St. Aegidien

St. Aegidien, Cafe in Hann. Münden

St. Aegidien, Café in alter Kirche

Als älteste Kirche Hannoversch Mündens wird die Kirche St. Aegidien erstmals 1379 erwähnt. Innerhalb der gotischen Kirche mit der barocken Turmhaube lädt heute das beliebte Café St. Aegidius ein.

Zwischen den Kirchenbänken und im Chor werden heute Tee- und Kaffeespezialitäten und Kuchen serviert. Dr. Eisenbart, dessen Grab an der Kirche liegt – der Grabstein ist zu besichtigen – hätte vielleicht sein Vergnügen an den Genüssen innerhalb der ehemaligen Kirche.

Welfenschloss

Welfenschloss

Residenz in Hann. Münden - Welfenschloss

Münden diente ab 1488 als Residenz des Herzogs Erich I von Calenberg-Göttingen. Direkt am Ufer der Werra ließ er das Welfenschloss als ursprünglich gotischen Bau errichten.

Nach einem Brand im Jahr 1561 wird es im Stil der Weserrenaissance wieder aufgebaut.

Von hier aus herrschte auch Herzogin Elisabeth nach dem Tod ihres 40 Jahre älteren Mannes Herzog Erich I. Als Vormund ihres noch minderjährigen Sohnes. Als Anhängerin und Bekannte Luthers führte sie in Hannoversch Münden die Reformation ein.

Im Rahmen einer Führung sind heute noch zwei Renaissancegemächer mit flächendeckenden Wandmalereien, wie sie selten in dieser geschlossenen Form erhalten sind, zu besichtigen.

Heute befindet sich im Welfenschloss das Amtsgericht und das Museum der Stadt.

Werrabrücke

Werrabrücke

Werrabrücke - Sehenswürdigkeiten in Hann. Münden

Sie ist eine der ältesten noch erhaltenen Steinbrücken in Norddeutschland. In sechs Brückenbögen überspannt sie seit 1250 die Werra.

Wer heute die Brücke überqueren möchte, braucht keinen Brückenzoll mehr zu bezahlen, der von den Mündener Zöllnern noch bis 1849 kassiert wurde.

Und wenn Sie jetzt unseren Rundgang noch etwas ausdehnen möchten, besuchen Sie doch noch den Weserstein ganz am Ende des Tanzwerders. Von rechts die Werra, von links die Fulda entsteht hier die Weser.

Weserstein

Weserstein Sehenswürdigkeit

Weserstein

Wo Werra und Fulda sich küssen... , also genau am Zusammenfluss weist der Weserstein von 1899 auf dem Beginn der Weser hin. Wir erreichen ihn auf unserem Rundgang ganz am Ende des Tanzwerders.

Der Vierzeiler ist mit seiner Deutschtümelei stark als Kind des Wilhelminischen Zeitalters zu erkennen.

Wo Werra und Fulda sich küssen
Sie ihren Namen büssen müssen.
Und hier entsteht durch diesen Kuss
Deutsch bis zum Meer der Weser Fluss.

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